Hallo, liebe Kreative und alle, die davon träumen, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen! Wer kennt es nicht: Die Vorstellung von einer Kreativ-Residenz – sei es in einer malerischen Stadt, auf dem Land oder sogar online – klingt unglaublich verlockend.
Endlich Zeit, sich voll und ganz auf die eigenen Projekte zu konzentrieren, neue Inspirationen zu sammeln und vielleicht sogar Gleichgesinnte zu treffen.
Ich habe selbst erlebt, wie schnell sich diese Traumvorstellung in ein Meer aus unstrukturierten Ideen verwandeln kann, wenn man nicht von Anfang an einen klaren Kompass hat.
Besonders in unserer schnelllebigen Zeit, wo so viele Möglichkeiten locken, ist es entscheidend, den Fokus zu behalten. Eine Residency ist nicht nur eine Auszeit, sondern eine intensive Arbeitsphase, die man optimal nutzen möchte.
Wie oft habe ich gehört, dass Künstlerinnen und Künstler am Ende ihrer Residenz bedauern, nicht mehr erreicht zu haben, weil die Ziele zu vage waren. Das muss nicht sein!
Wenn wir uns bewusst und strategisch klare Ziele setzen, können wir nicht nur unsere kreative Arbeit enorm voranbringen, sondern auch das Maximum aus dieser einzigartigen Erfahrung herausholen.
Es geht darum, wirklich messbare Erfolge zu erzielen und sich persönlich weiterzuentwickeln, statt einfach nur „dabei gewesen zu sein“. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie Ihre nächste Kreativ-Residenz zum vollen Erfolg machen können.
Die Magie der Vorbereitung: Der Grundstein für deinen Erfolg

Klarheit schaffen: Was will ich wirklich erreichen?
Bevor du überhaupt deine Koffer packst oder dich gedanklich in die neue Umgebung stürzt, frage dich ganz ehrlich: Was möchte ich aus dieser Residency wirklich herausholen?
Ich habe selbst gemerkt, wie verlockend es ist, einfach mit dem Gefühl „Ich will kreativ sein“ hineinzuspringen. Aber glaub mir, das reicht nicht. Eine Residency ist eine Investition – deiner Zeit, deiner Energie, oft auch deines Geldes.
Deshalb ist es entscheidend, schon im Vorfeld kristallklar zu definieren, welche konkreten Projekte du vorantreiben möchtest. Geht es um die Fertigstellung eines Romans, die Konzeption einer neuen Ausstellung, das Erlernen einer neuen Technik oder vielleicht sogar die Entwicklung eines Businessplans für dein kreatives Vorhaben?
Je präziser deine Vorstellung, desto gezielter kannst du deine Zeit vor Ort nutzen. Ich erinnere mich an eine Freundin, die ohne feste Pläne in eine Residenz ging und am Ende enttäuscht war, weil sie das Gefühl hatte, nur „herumprobiert“ zu haben, anstatt etwas Greifbares zu schaffen.
Sie hat daraus gelernt und setzt sich seitdem immer klare, aber auch flexible Ziele. Es ist wie ein Fahrplan für deine kreative Reise, der dir hilft, auf Kurs zu bleiben, aber auch Abzweigungen für spontane Inspirationen zulässt.
Logistik und mentale Fitness: Dein Packesel und deine Denkfabrik
Oft unterschätzt, aber unglaublich wichtig: Die logistische und mentale Vorbereitung. Ich meine nicht nur, ob dein Zug pünktlich fährt oder du genug Pinsel dabei hast.
Es geht darum, auch den Kopf für die Zeit freizubekommen. Hast du zu Hause alles so organisiert, dass du dich wirklich fallen lassen kannst? Sind die Rechnungen bezahlt, die Pflanzen versorgt und die wichtigsten Termine verschoben?
Nichts ist frustrierender, als in der Residency zu sitzen und sich plötzlich um unerledigte Dinge in der Heimat kümmern zu müssen. Ich spreche da aus Erfahrung: Mein erstes Mal war ein Desaster, weil ich im Kopf noch zu sehr mit meinem Alltag beschäftigt war.
Das raubte mir wertvolle kreative Energie. Plane also genug Zeit ein, um auch mental anzukommen. Das kann bedeuten, die erste Woche etwas ruhiger anzugehen, die Umgebung zu erkunden und dich langsam einzuleben.
Denk auch an deine mentale Fitness: Wie gehst du mit Stress um? Hast du Strategien gegen kreative Blockaden? Ein kleines Notizbuch für Ideen, ein bestimmtes Ritual zum Starten des Arbeitstages – solche kleinen Dinge können einen riesigen Unterschied machen.
Dein kreativer Kompass: Ziele klar definieren
SMART-Ziele für Kreative: Keine Angst vor Messbarkeit
Ja, ich weiß, “SMART-Ziele” klingt erstmal nach Business-Meeting und wenig nach kreativem Chaos. Aber ich habe gelernt, dass diese Methode auch für uns Künstlerinnen und Künstler unglaublich wertvoll sein kann.
SMART steht für Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant und Zeitgebunden. Anstatt zu sagen: “Ich will mehr malen”, formuliere lieber: “Ich werde in den nächsten vier Wochen fünf neue Acrylbilder der Serie X fertigstellen, die mindestens 50x70cm groß sind und eine bestimmte Technik einbeziehen.” Das klingt doch viel greifbarer, oder?
Plötzlich hast du einen echten Plan, einen Meilenstein, auf den du hinarbeiten kannst. Und das Schönste daran: Wenn du dein Ziel erreichst, hast du ein klares Erfolgserlebnis.
Das motiviert ungemein! Ich habe selbst erlebt, wie diese Präzision den Unterschied zwischen vagen Ideen und tatsächlicher Fertigstellung ausmacht. Es geht nicht darum, deine Kreativität in ein starres Korsett zu zwängen, sondern ihr eine klare Richtung zu geben, damit du nicht ziellos umhertreibst.
Probiere es aus, es ist erstaunlich, wie viel man erreichen kann, wenn man genau weiß, worauf man hinarbeitet.
Flexibilität einplanen: Der kreative Fluss braucht Raum
Trotz aller Planung und SMART-Ziele: Dein kreativer Fluss ist kein Flussbett aus Beton. Es ist wichtig, auch Raum für Spontaneität und unerwartete Wendungen zu lassen.
Stell dir vor, du triffst in der Residenz auf eine andere Künstlerin, deren Arbeit dich total inspiriert und zu einem gemeinsamen Projekt anregt. Oder du entdeckst eine neue Technik, die du unbedingt ausprobieren möchtest, obwohl sie nicht auf deiner ursprünglichen Liste stand.
Ich habe gelernt, dass es fatal wäre, solche Gelegenheiten einfach abzublocke. Dein Plan sollte ein Leitfaden sein, kein Gesetz. Ich persönlich reserviere mir immer einen gewissen Prozentsatz meiner Arbeitszeit – sagen wir 10 bis 20 Prozent – für “kreative Exploration” oder “unerwartete Projekte”.
Das gibt mir die Freiheit, auf neue Impulse zu reagieren, ohne das Gefühl zu haben, meinen ursprünglichen Zielen untreu zu werden. Diese Balance zwischen Struktur und Freiheit ist der Schlüssel, um das Beste aus deiner Residency herauszuholen und nicht nur produktiv, sondern auch inspiriert und erfüllt zu sein.
Der Alltag in der Residenz: Struktur schafft Freiraum
Dein Tagesablauf: Rituale, die beflügeln
Viele Kreative schwören auf feste Rituale, und ich bin da keine Ausnahme. In einer Residency, wo der Rahmen oft freier ist als im Alltag, können diese Rituale ein echter Anker sein.
Es muss nicht gleich der frühmorgendliche Yoga-Kurs sein, wenn du kein Morgenmensch bist. Es geht darum, eine Routine zu finden, die dir Energie gibt und dich in deinen kreativen Flow bringt.
Für mich bedeutet das oft: Eine Tasse Kaffee in Ruhe genießen, zehn Minuten meditieren und dann direkt in mein Atelier gehen. Egal, ob ich Lust habe oder nicht – ich fange einfach an.
Manchmal entstehen die besten Ideen, wenn man sich selbst ein bisschen anschubst. Ich habe festgestellt, dass ein fester Arbeitsbeginn mir hilft, nicht in das “Ich-mach-das-später”-Muster zu verfallen.
Auch feste Pausen sind wichtig. Ein Spaziergang an der frischen Luft, eine Mahlzeit mit anderen Residenten – das kann den Kopf wieder frei machen. Experimentiere ein bisschen, was für dich funktioniert.
Deine Routine ist dein persönlicher Raum, in dem Kreativität wachsen kann.
Ablenkungen meistern: Konzentration ist der Schlüssel
Die moderne Welt ist voller Ablenkungen, das wissen wir alle. Und in einer Residency, wo man vielleicht auf neue Leute trifft oder neue Orte erkundet, kann es noch schwieriger sein, den Fokus zu behalten.
Mein größter Feind? Das Smartphone. Ich habe mir angewöhnt, es während meiner Kernarbeitszeit in einen anderen Raum zu legen oder in den Flugmodus zu schalten.
Klingt radikal, aber die Ruhe, die dadurch entsteht, ist Gold wert. Auch das Internet kann eine Falle sein. Wenn du nicht gerade für deine Recherche online sein musst, überlege, ob du es für eine bestimmte Zeit komplett ausschaltest.
Ich habe mal gehört, wie eine andere Künstlerin sagte: “Das Internet ist wie ein Schwimmbad – ich springe rein, wenn ich schwimmen will, aber ich wohne nicht darin.” Das fand ich sehr treffend!
Eine ruhige Arbeitsumgebung zu schaffen, in der du dich ungestört deinen Projekten widmen kannst, ist entscheidend. Sprich auch mit anderen Residenten über deine Arbeitszeiten, damit du nicht ständig unterbrochen wirst.
Es ist dein Recht, deine kreative Zeit zu schützen.
Netzwerken und Synergien nutzen: Mehr als nur Einzelkämpfer
Austausch suchen: Inspiration von Gleichgesinnten
Einer der größten Schätze einer Residency ist oft die Gemeinschaft. Du bist umgeben von Menschen, die ähnliche Leidenschaften teilen und in ganz unterschiedlichen kreativen Feldern unterwegs sind.
Nutze diese Chance zum Austausch! Ich habe in meinen Residenzen die interessantesten Gespräche geführt, die mich auf neue Ideen gebracht oder meine Perspektive erweitert haben.
Sei offen, höre zu, stelle Fragen. Manchmal reichen schon ein paar Sätze bei einem gemeinsamen Abendessen, um einen Knoten in deinem Kopf zu lösen. Ich erinnere mich an eine Designerin, die mir in einem Gespräch beiläufig einen Tipp zu einem Material gab, den ich nie zuvor in Betracht gezogen hatte – es hat mein ganzes Projekt verändert!
Diese Momente des spontanen Austauschs sind unbezahlbar. Sie zeigen dir, dass du nicht allein bist mit deinen Herausforderungen und geben dir das Gefühl, Teil einer größeren kreativen Familie zu sein.
Kooperationen wagen: Gemeinsam Großes schaffen

Manchmal entstehen aus diesen Begegnungen sogar mehr als nur Gespräche – sie können zu echten Kooperationen führen. Viele Residenzen sind darauf ausgelegt, solche Synergien zu fördern.
Hab keine Angst, andere um Feedback zu bitten oder sogar ein gemeinsames Projekt vorzuschlagen. Vielleicht gibt es eine Fotografin, deren Stil perfekt zu deinen Skulpturen passt, oder ein Musiker, der die Klangkulisse für deine Performance entwickeln könnte.
Ich habe selbst an einem interdisziplinären Projekt teilgenommen, das ursprünglich gar nicht auf meiner Agenda stand, und es war eine der bereicherndsten Erfahrungen meiner Karriere.
Man lernt so viel voneinander und stößt an kreative Grenzen, die man allein nie erreicht hätte. Aber sei auch realistisch: Nicht jede Begegnung muss in einer Kooperation enden.
Manchmal reicht schon der inspirierende Gedankenaustausch. Wichtig ist die Offenheit, sich auf andere Menschen und ihre Ideen einzulassen.
Umgang mit Herausforderungen: Wenn nicht alles nach Plan läuft
Kreative Blockaden überwinden: Neue Wege finden
Jeder Kreative kennt sie: die gefürchtete Blockade. Man sitzt vor der leeren Leinwand, dem unbeschriebenen Blatt oder dem unfertigen Code und nichts geht mehr.
In einer Residency, wo die Erwartungen an dich selbst oft hoch sind, können diese Momente besonders frustrierend sein. Ich habe gelernt, dass es kontraproduktiv ist, sich dann zu zwingen.
Viel besser ist es, eine Pause einzulegen und etwas ganz anderes zu tun. Ein Spaziergang in der Natur, ein Besuch im Museum, ein gutes Buch – alles, was den Kopf frei macht und neue Impulse setzt.
Manchmal hilft es auch, das Problem aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten. Sprich mit einem anderen Residenten darüber. Oft haben Außenstehende einen frischen Blick und können unerwartete Lösungsvorschläge liefern.
Ich habe mir angewöhnt, eine Liste mit “Blockaden-Brechern” zu haben: Dinge, die mich garantiert auf andere Gedanken bringen und meine Kreativität wieder ankurbeln.
Heimweh und Einsamkeit: Strategien für emotionale Tiefs
Auch wenn eine Residency wie ein Traum klingt, kann sie emotional herausfordernd sein. Besonders wenn man zum ersten Mal für längere Zeit weg von zu Hause ist, können Heimweh und Einsamkeit aufkommen.
Das ist völlig normal und menschlich. Ich habe das selbst erlebt und war überrascht, wie sehr mich die Distanz zu meinem gewohnten Umfeld manchmal belastet hat.
Es ist wichtig, diese Gefühle zuzulassen und nicht zu verdrängen. Sprich mit Vertrauten zu Hause oder mit anderen Residenten darüber. Oft geht es anderen ähnlich.
Plane bewusst Zeiten ein, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. Aber auch hier gilt: Finde eine Balance. Ständiges Telefonieren kann auch ablenken.
Manchmal hilft es, sich ganz bewusst auf die neuen Erfahrungen einzulassen, die Umgebung zu erkunden, lokale Cafés zu besuchen oder an Veranstaltungen teilzunehmen.
Das lenkt ab und hilft, sich in der neuen Umgebung heimischer zu fühlen.
| Herausforderung | Mögliche Strategie | Mein persönlicher Tipp |
|---|---|---|
| Kreative Blockade | Umgebung wechseln, Brainstorming mit anderen, Technik wechseln | Eine “Ideen-Wanderung” machen – bewusst ohne Ziel loslaufen und Eindrücke sammeln. |
| Heimweh/Einsamkeit | Kontakt zu Familie/Freunden, Gemeinschaft suchen, lokale Kultur erkunden | Feste “Kontakt-Zeiten” einplanen, um nicht ständig am Handy zu hängen, aber den Kontakt zu halten. |
| Zeitmanagement-Probleme | Tagesstruktur erstellen, feste Arbeitsblöcke, Prioritäten setzen | Die “Pomodoro-Technik” ausprobieren: 25 Minuten fokussierte Arbeit, 5 Minuten Pause. |
| Unerwartete Kosten | Budgetplan erstellen, Förderungen recherchieren, Notgroschen einplanen | Immer etwas Puffer für spontane Materialkäufe oder Ausflüge einplanen. |
Die Nachbereitung: Dein Residenz-Erbe sichern
Reflexion und Dokumentation: Den Wert der Erfahrung festhalten
Die Residency ist vorbei, die Koffer sind ausgepackt – aber deine Arbeit ist noch nicht ganz getan! Die Phase der Nachbereitung ist mindestens genauso wichtig wie die Vorbereitung und die Zeit vor Ort.
Nimm dir bewusst Zeit, um deine Erfahrungen zu reflektieren. Was hast du gelernt? Welche Projekte konntest du abschließen?
Was hat dich überrascht? Ich habe mir angewöhnt, ein Residenz-Tagebuch zu führen, in dem ich nicht nur meine kreativen Fortschritte, sondern auch meine Gedanken und Gefühle festhalte.
Das hilft ungemein, den Wert der Erfahrung zu verinnerlichen. Und ganz wichtig: Dokumentiere deine Ergebnisse! Mache Fotos von deinen Kunstwerken, erstelle Videos von Performances, sichere deine Texte.
Diese Dokumentation ist nicht nur für dich selbst wertvoll, sondern auch für zukünftige Bewerbungen oder deine eigene Portfolio-Präsentation. Ich habe leider schon oft erlebt, dass tolle Projekte in Vergessenheit geraten sind, weil die Dokumentation fehlte.
Sichtbarkeit schaffen: Dein Projekt in die Welt tragen
Deine harte Arbeit soll gesehen werden! Eine Residency ist oft eine großartige Gelegenheit, neue Projekte zu starten oder bestehende zu verfeinern. Aber was nützt die beste Arbeit, wenn niemand davon erfährt?
Überlege dir schon während der Residency, wie du deine Ergebnisse nach deiner Rückkehr präsentieren möchtest. Das kann eine eigene Ausstellung sein, eine Lesung, ein Online-Portfolio-Update oder ein Artikel in einem Fachmagazin.
Ich nutze meine Blog- und Social-Media-Kanäle immer aktiv, um über meine Residenzen zu berichten und Einblicke in meinen kreativen Prozess zu geben. Das schafft Interesse und hält deine Follower auf dem Laufenden.
Manchmal bieten Residenzen auch eigene Ausstellungen oder Abschlusspräsentationen an – nutze diese Möglichkeiten unbedingt! Es geht darum, deine Arbeit sichtbar zu machen und die Verbindungen, die du geknüpft hast, weiter zu pflegen.
Finanzielle Aspekte im Blick: Sorgenfrei kreativ sein
Stipendien und Förderungen: Wo man Unterstützung findet
Der Traum von einer Residency scheitert oft an der Finanzierung. Das muss aber nicht sein! Es gibt eine Vielzahl von Stipendien und Förderprogrammen, die speziell für Kreativschaffende und Residenzaufenthalte konzipiert sind.
Ich habe selbst schon mehrere Stipendien erhalten, und es lohnt sich wirklich, die Zeit in die Recherche und Bewerbung zu investieren. Schau auf den Websites von Kunststiftungen, Kulturämtern der Städte und Länder oder auch bei privaten Förderern.
Viele Residenzen bieten auch eigene Stipendien an oder haben Kooperationen mit Förderern. Wichtig ist, frühzeitig zu recherchieren und die Bewerbungsfristen im Auge zu behalten.
Manchmal sind die Anforderungen sehr spezifisch, aber lass dich davon nicht abschrecken. Eine gute Bewerbung, die deine Motivation und dein Vorhaben klar darlegt, erhöht deine Chancen enorm.
Es gibt mehr Möglichkeiten, als du denkst!
Nebeneinkünfte managen: Den Kopf frei halten für Kreativität
Auch mit Stipendium oder einem sparsamen Budget kann es sein, dass du während deiner Residency oder davor/danach noch Einnahmen generieren musst. Die Kunst ist es, diese Nebeneinkünfte so zu managen, dass sie deine Kreativität nicht behindern, sondern unterstützen.
Ich habe gelernt, dass es am besten ist, finanzielle Fragen so weit wie möglich im Vorfeld zu klären. Kannst du vor der Residency genug Geld beiseitelegen?
Gibt es Möglichkeiten für freiberufliche Projekte, die du auch aus der Ferne erledigen kannst? Oder vielleicht sogar Workshops oder Vorträge, die du während deiner Residency anbieten könntest, falls die Residenz das zulässt?
Sprich auch mit deinem Steuerberater über mögliche Absetzbarkeit von Reisekosten oder Material. Das Wichtigste ist, finanzielle Sorgen so weit wie möglich zu minimieren, damit dein Kopf frei ist für das, was wirklich zählt: deine Kunst.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: okus zu behalten. Eine Residency ist nicht nur eine
A: uszeit, sondern eine intensive Arbeitsphase, die man optimal nutzen möchte. Wie oft habe ich gehört, dass Künstlerinnen und Künstler am Ende ihrer Residenz bedauern, nicht mehr erreicht zu haben, weil die Ziele zu vage waren.
Das muss nicht sein! Wenn wir uns bewusst und strategisch klare Ziele setzen, können wir nicht nur unsere kreative Arbeit enorm voranbringen, sondern auch das Maximum aus dieser einzigartigen Erfahrung herausholen.
Es geht darum, wirklich messbare Erfolge zu erzielen und sich persönlich weiterzuentwickeln, statt einfach nur „dabei gewesen zu sein“. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie Ihre nächste Kreativ-Residenz zum vollen Erfolg machen können.
Q1: Wie genau setze ich mir eigentlich realistische und wirklich hilfreiche Ziele für meine Kreativ-Residenz? A1: Das ist eine superwichtige Frage, die mir selbst am Anfang meiner Residenzen oft Kopfzerbrechen bereitet hat!
Ich habe gemerkt, dass es nicht reicht, nur zu sagen: „Ich will an meinem Roman schreiben.“ Viel besser ist es, SMART-Ziele zu formulieren. Wisst ihr, SMART steht für: Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant und Zeitgebunden.
Nehmen wir das Beispiel mit dem Roman: Anstatt „Ich will an meinem Roman schreiben“, wäre ein SMART-Ziel: „Ich werde in den ersten zwei Wochen meiner Residenz die ersten drei Kapitel meines Romans überarbeiten und dafür täglich drei Stunden feste Schreibzeit einplanen.“ Siehst du den Unterschied?
So ein Ziel ist konkret, ich kann überprüfen, ob ich es erreicht habe, es ist realistisch (denn drei Kapitel sind machbar), relevant für mein Gesamtprojekt und hat einen klaren Zeitrahmen.
Ich persönlich nutze gerne ein kleines Notizbuch, um meine Ziele nicht nur grob festzuhalten, sondern auch in kleinere Meilensteine zu zerlegen. Es gibt einem so ein unglaublich befriedigendes Gefühl, wenn man abends ein Häkchen setzen kann, weil man einen kleinen Teilerfolg erzielt hat.
Das motiviert ungemein und hält die Flamme der Begeisterung am Brennen. Überlegt euch, was ihr am Ende der Residenz wirklich in den Händen halten wollt – sei es ein fertiges Konzept, ein Prototyp oder eine bestimmte Anzahl an überarbeiteten Seiten.
Das hilft ungemein, den Fokus zu schärfen. Q2: Reicht es, nur ein großes Projekt im Kopf zu haben, oder sollte ich auch andere Aspekte berücksichtigen, um meine Residenz optimal zu nutzen?
A2: Absolut nicht! Nur ein großes Projekt im Blick zu haben, kann schnell überfordern und manchmal sogar demotivieren, besonders wenn man mal einen Durchhänger hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine gute Mischung aus verschiedenen Zielbereichen die Residenz viel bereichernder macht. Klar, das Hauptprojekt steht meistens im Vordergrund – das ist auch gut so!
Aber denkt auch an Ziele im Bereich der persönlichen Weiterentwicklung, des Netzwerkens oder sogar der Erholung. Vielleicht möchtest du eine neue Technik lernen, die du schon immer mal ausprobieren wolltest?
Oder du nimmst dir vor, an mindestens zwei Artist Talks teilzunehmen und mit fünf neuen Leuten ins Gespräch zu kommen? Ich persönlich plane immer auch bewusst Zeit für Spaziergänge in der Natur ein, wenn die Residenz das zulässt, oder für den Besuch lokaler Ausstellungen.
Das ist keine verlorene Zeit, sondern eine Investition in neue Inspiration und mentale Frische, die sich oft positiv auf das Hauptprojekt auswirkt. Stell dir vor, du triffst beim Abendessen jemanden, der dir einen völlig neuen Blickwinkel auf dein Projekt gibt!
Solche unerwarteten Begegnungen sind Gold wert. Eine Residenz ist ja nicht nur Arbeitszeit, sondern auch eine einzigartige Chance, über den Tellerrand zu schauen und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Q3: Und wie schaffe ich es dann während der Residenz, wirklich am Ball zu bleiben und meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren? A3: Das ist die Königsdisziplin, oder?
Der Alltag holt einen so schnell ein, auch in einer vermeintlichen Auszeit. Was mir persönlich unheimlich hilft, ist eine feste Tagesstruktur. Das klingt vielleicht spießig, aber glaubt mir, es wirkt Wunder!
Ich stehe zum Beispiel jeden Morgen zur gleichen Zeit auf, mache eine kurze Meditation und dann geht’s direkt an die Arbeit am Hauptprojekt, wenn der Kopf noch frisch ist.
Diese Routine gibt Halt und verhindert, dass man sich in den unendlichen Möglichkeiten der Residenz verliert. Ein weiterer Tipp, den ich aus eigener Erfahrung geben kann: Sucht euch einen Residenz-Buddy, wenn die Möglichkeit besteht!
Jemanden, mit dem ihr euch regelmäßig über eure Fortschritte austauschen könnt. Das schafft eine gewisse Verbindlichkeit und motiviert ungemein. Ich habe selbst erlebt, wie ein kurzer Austausch mit einer Kollegin über unsere Wochenziele uns beide wieder auf Kurs gebracht hat, als wir uns mal etwas verloren fühlten.
Und ganz wichtig: Seid nicht zu hart zu euch selbst! Es wird Tage geben, da läuft es nicht so gut. Das ist völlig normal.
Gesteht euch diese Tage zu, nehmt euch eine kleine Auszeit und startet am nächsten Tag mit neuer Energie durch. Manchmal ist ein kleiner Schritt zurück der beste Weg, um dann wieder zwei Schritte nach vorne zu machen.
Das Wichtigste ist, die Freude am Schaffen nicht zu verlieren und immer wieder den Blick auf das große Ganze zu richten, wofür ihr eigentlich hier seid.






